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Zweites Hundefest in Friedrichsort 2008
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Zweites Hundefest in Friedrichsort (von Hinrich Wolter, 2. Vorsitzender)
Am Sonntag, den 05.10.2008 veranstaltete die HundeLobby-Kiel e.V. ihr 2. großes Herbstfest. Es war im Vergleich zum Hundefest des letzten Jahres ein echtes Kontrastprogramm, obwohl es im Ansatz eine Wiederholung des damaligen außerordentlich erfolgreichen Hundefestes werden sollte. Zunächst scheiterten die Bemühungen, das Gelände der historischen Seefestung Friedrichsort erneut nutzen zu können und dann ließ Petrus auch noch den obligaten „Altweibersommer“ ausfallen, so dass die HundeLobby-Kiel e.V. mit viel Engagement und Elan ein „Festprogramm“ mit hohem Improvisationsfaktor durchführen musste. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, auch diese Veranstaltung war ein voller Erfolg.
Als Veranstaltungsort konnten das Deich- und Vordeichgelände vor der Festung am Friedrichsorter Leuchtturm und das Ausflugslokal „Deichperle“ gewonnen werden. Geradezu ideale Verhältnisse, wenn nicht ausgerechnet am 5. Oktober das schlechteste Wetter des ganzen Jahres mit Sturm, Regen und Kälte über uns hereingebrochen wäre. Also: schon beim Aufbau musste Improvisiert werden.
Unter keinen Umständen wollten wir die Veranstaltung abblasen. So wurde lediglich auf den Aufbau der eigenen Zelte verzichtet. Im Deichvorgelände wurde in Sturm und Wetter ein Gelände mit Flatterband abgegrenzt – das war Genehmigungsauflage – und darin ein extra abgesicherter und besonders fixierter Agility-Übungsparcours aufgebaut. Und was keiner für möglich gehalten hatte, Frank Staedter von der HundeLobby-Kiel war fast den ganzen Tag mit Gummizeug und Südwester draußen und hat den Spaßparcours ununterbrochen betreut. Ja, kernige Hunde und Hundeleute lassen sich eben auch bei Regen den Spaß nicht verderben.
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Statt der eigenen Zelte, die wären vermutlich wie Drachen vom Sturm erfasst und weggetragen worden, wurden die festen Zelte der Strandperle genutzt. Und pünktlich mit Beginn der Veranstaltung waren diese gut besucht. So konnten gleich die Mitglieder des Vereins von Kleinhunden, die aus ganz Deutschland zur Zusammenkunft nach Kiel gekommen waren und nun auch vom Wetter überrascht wurden, unterschlüpfen und das Fest mit der Darstellung ihrer zum Teil sehr seltenen Kleinhunderassen bereichern.
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Mit Unterbrechungen für Gespräche und Kaffee- und Teepausen wurde dann ein räumlich komprimierteres Programm in den Zelten durchgeführt. Hier ist Simone Mahler besonders zu erwähnen, die eindrucksvoll die Beschäftigungsmöglichkeit von Hunden an dem Beispiel eines Apportierbaumes demonstrierte.
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Im Schutz des Zeltes konnten konkret auch die Ziele der HundeLobby-Kiel angesprochen werden. Besonders für die Forderung nach Verbesserung der Hundeauslauf- und Hundestrandflächen fanden sich schnell neue Unterstützer.
Das friedliche und unkomplizierte Zusammenleben zwischen Hund und Mensch beginnt zumeist im Kindesalter. Hierzu hatten zwei Schulklassen des dritten Schuljahres Hundebilder gemalt, die die HundeLobby- Kiel zur Bewertung ins Internet gestellt hatte. Die Ergebnisse des Wettbewerbes wurden nunmehr von Dorothea Struck öffentlich vorgestellt. Sie wird dafür sorgen, dass die Kinder ihre Preise erhalten werden. Auch die Wahl des schönsten, attraktivsten, liebsten beziehungsweise originellsten Hundes fand diesmal im Zelt statt. Und wie schon im letzten Jahr, war jeder ein Sieger und konnte sich einen Preis aussuchen. Die Einzeldarstellung der Hunde von der Dogge bis zum kleinen Yorkshire-Mix wurde mit der fachlichen Unterstützung von Florence Tribon von Canis – Zentrum für Kynologie - zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
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Am Nachmittag, der Sturm hatte sich etwas gelegt, konnte dann Marc Lindhorst seine Darstellungen zur „Körpersprache und Kommunikation von Hunden“ nach der Methode Martin Rütter im Freiland beginnen. Witterungsbedingt wurde es vor allem auch eine Schulung zum Frisby-Training.
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Auch Susanne Simon hat die „Schnüffelvorführung“ lieber im Freien durchgeführt und einem Kreis von regenfesten Zuhörern und Mitmachern die erstaunlichen Leistungen der Hundenase demonstriert.
Die HundeLobby-Kiel entschuldigt sich ausdrücklich bei all denen, die die eine oder andere Demonstration nicht mitbekommen haben, weil sie im Freien und im Regen stattfand während man selbst noch Unterschlupf im Zelt gesucht hat. Die Lautsprecheranlage war nicht wasserfest, so dass die Informationen per Ausruf, der nicht bei jedem angekommen ist, weitergegeben werden mussten. Es musste halt improvisiert werden! Zu entschuldigen hat die HundeLobby-Kiel auch den Dogdancingbeitrag von Katharina Henf, der weder im Zelt noch im Regen und schon gar nicht ohne Musik durchgeführt werden konnte. Er musste leider dem Wetter geopfert worden. Das galt auch für die Vertreter der "Vereinigung der Servicehundehalter Deutschlands", die im letzten Jahr mit Blindenhunden zum Herbstfest gekommen waren. Beide haben ihre Teilnahme aber für das nächste Jahr bereits wieder zugesagt. Vielen Dank!
Vielen Dank sagt die HundeLobby allen oben genannten Mitwirkenden, dass sie trotz der widrigen Umstände mitgemacht und ausgehalten haben. Dank auch den vielen nicht genannten HundeLobbyisten und vor allem den unermüdlichen HundeLobbyistinnen für die gleiche Ausdauer und Mühe, ohne deren Mithilfe das Fest schlicht gar nicht hätte stattfinden können. Zuletzt ist auch der Deichperle zu danken, deren Einrichtungen zur Verfügung standen und die mit Kalt und Heißgetränken und einer extra zubereiteten Chilisuppe für die innere Wärme gesorgt hat.
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Zu danken ist aber vor allem den zahlreichen zwei- und vierbeinigen Gästen, die Vormittags und Nachmittags zu Spiel, Spaß und Unterhaltung vorbeigekommen sind und überwiegend gute Laune verbreitet haben. Ungewollt hatte der Südweststurm auch eine besondere Attraktion verursacht. Viele Besucher hatten berichtet, dass sie noch nie ein so ausgeprägtes Niedrigwasser in der Förde erlebt hätten. Was kann es für Wetterfeste schöneres geben als ein ausgedehnter Spaziergang über die sandigen „Windwatten“ weit vor dem Strand und dicht unter den Schiffen der Fahrrinne. Am Ende stand der Leuchtturm und die Deichperle und das Hundefest.
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Beim Aufräumen und Abbauen wurde einhellig festgestellt, dass es sich trotz oder gerade auch wegen der erschwerten Umstände alles in allem um ein gelungenes Fest gehandelt hat, das in Erinnerung bleiben wird.
Einmal mehr wurde demonstriert, wie friedlich und unkompliziert das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch und zwischen Hunden sein kann, wenn nur der Wille dazu vorhanden ist! Und jetzt, unmerklich, hatte es auch aufgehört zu regnen, der Wind war eingeschlafen. Am nächsten Tag – Sonnenschein und genau das Wetter, das wir tags zuvor vermisst hatten. Nun hoffen wir auf einen erfreulicheren ‚Altweibersommer’ zum dritten Hundefest 2009.
Die Bilder machten Angelika Ellinghaus und Karin Wolter
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