Am Sonntag, den 29. März 2009 wurden die Strände in Falckenstein und in Eckernförde blitzblank gereinigt. Allerdings ist es in diesem Jahr wohl dem Wetter anzulasten, dass die Beteiligung in diesem Jahr bei weitem nicht so stark war, wie im letzten Jahr. Als die Aktion in Falckenstein begann, regnete es noch, so dass sich nur eine kleine Truppe Unverzagter versammelte und mit Weste, Gummihandschuhen Greifern und blauen Säcken bewaffnet zum Frühjahrsputz aufbrach.
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Mit denen, die sogar schon vor dem offiziellen Termin mit der Strandsäuberung begonnen hatten und denen, die später zugestoßen waren, haben wohl 20 bis 30 Helfer an der Reinigungsaktion teilgenommen. Der Presse war das Wetter wohl zu schlecht gewesen. Sie hat in diesem Jahr keine Notiz genommen. Am Ende waren zwei Container mit Abfall, Strandgut (besonders Glas, Plastik und hiervon ein großer Anteil Spielzeug, und Grillmüll) und natürlich den Hinterlassenschaften von Hunden gefüllt. Ein besonderer Dank gilt wiederum auch dem Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Kiel, der die Container und die blauen Abfallbeutel zur Verfügung gestellt hat. Und ein besonderer Dank und Lob an Herrn Zeibig, unserem Ansprechpartner dort, der auch für die Ausgabe der Schietbüdel verantwortlich ist und sich vom Erfolg der Aktion überzeugen wollte. Er hat die ganze Zeit aktiv mitgeholfen.
Auch am Eckernförder Strand hatten sich etwa 10 ‚Strandsäuberer’ mit Handschuhen, Schaufeln und blauen Säcken eingefunden. Hier hatte Frau Elisabeth Poser, Sprecherin der HundeLobby Eckernförde, die Organisation mit der festen Zielsetzung übernommen, dass eine gute Beziehung zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern nur auf Diplomatie aufgebaut werden könne. „Nicht jeder liebt Hunde. Man muss trotzdem versuchen, gut miteinander auszukommen“. Hundehalter müssten sich daran halten, dass ihre Vierbeiner nicht auf allen Plätzen frei herumlaufen dürfen. Auf Spielplätzen z.B. haben Hunde nichts zu suchen. Für Spaziergänge, bei denen die Tiere nicht angeIeint werden müssen, gibt es den Hundestrand. Und in den Wintermonaten besteht die Möglichkeit, die Vierbeiner am gesamten Strand laufen zu lassen. Damit das auch so bleibt, reinigen die Mitstreiter der HundeLobby-Eckenförde zum Ende der Wintersaison den Strand von Hundekot und anderen Verschmutzungen. Dem schließt sich die HundeLobby-Kiel uneingeschränkt an.
Im Gegensatz zu Kiel, hat die Presse in Eckernförde ein lebhaftes Interesse gezeigt und schon den Aufruf zu dieser Aktion mit einem begleitenden Interviewe verbunden.
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Zu beiden Aktionen müssen noch kritische Anmerkungen gemacht werden. Es gibt Menschen, die die Strandsäuberung verhindern wollen und zum Beispiel die öffentlichen Aufrufe hierzu heimlich, permanent und penetrant immer wieder beseitigen. Wer hat ein Interesse daran, dass der Strand verschmutzt bleibt? Die HundeLobby-Kiel hat hierfür keine Erklärung und würde die Gründe gerne erfahren. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel ein Eintrag unter „Kontakt“ am Ende dieser Seite.
Während der Sammelaktion sind einige Mitglieder übel beschimpft worden, dass die Hunde ihre Haufen machen und Gegenstände markieren, mit denen die Kinder dann wieder spielen sollen. Ja, das ist richtig. Hier wird aber der Sack und nicht der Esel geschlagen. Die Hundelobby tritt ja gerade für ein vernünftiges Miteinander zwischen Mensch und Hund ein. Wir sind es doch, die sich um einen sauberen Strand bemühen. Die böswilligen Verschmutzer sind der Aktion fern geblieben. Im Gegenteil, am Nachmittag, als sich das Wetter gebessert hatte, haben sich hunderte am nunmehr sauberen Strand getummelt. Davon sicher 70% Hundehalter. Die hätte die HundeLobby auch lieber am Vormittag bei der Aktion gesehen.
„Ich mach doch den Schiet nicht weg, das ist doch Sache der Stadt“. Solche Sprüche musste man sich auch anhören. Nicht ganz unberechtigt, wenn man bedenkt, dass die Hundesteuer fast eine Millionen Euro in Kiel einbringt. Hier wird vergessen, dass mit der Goodwill-Aktion einer radikaleren Vorschrift, nämlich einem grundsätzlichen Hundeverbot am Strand vorgebeugt werden soll.
„Ich mach doch als Alter den Schiet nicht weg, den die jungen Leute liegen lassen“. Hier kann man nur sagen, Dreckspatzen gibt es über alle Generationen. Und ich habe mich noch nie gescheut, gefährliche Glassplitter aufzusammeln und zusammen mit den Hinterlassenschaften meines Hundes zu entsorgen und dabei auch den einen oder anderen Schietbüdel mitzunehmen, der manchmal, weil es zum Beispiel an nahegelegenen Abfallbehältern fehlt, sogar demonstrativ in die Landschaft gestellt wird. Ich denke, hier kann auf Dauer nur ein gutes Vorbild wirken.
Die teilweise sehr emotionalen Vorwürfe konnten in den Gesprächen geklärt werden. Sie zeigen aber deutlich, dass die Städte mehr für Hundehalter tun müssen. Als Fazit sind die Forderungen der HundeLobby Kiel immer wieder bestätigt worden. Wir brauchen größere Hundestrandabschnitte, um die sich störenden Nutzungen besser zu trennen. Der bestehende Hundestrand muss um das Doppelte nach Süden verlängert werden. Am Deich muss zwischen den beiden letzten Buhnen, dort wo das Wasser schar an den Deich reicht und im Straßenraum eine gute Parkmöglichkeit besteht, ein weiterer Hundestrand ausgewiesen werden. An den übrigen Stränden (intensiv genutzte Badestrände), sollte die gesetzliche Regelzeit für das Mitführverbot von Hunden im Frühjahr für den Monate April und im Herbst für Oktober ausgesetzt werden. In diesen Monaten gibt es keinen „regen Badebetrieb“.
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